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Heilpraktiker

Autor: Elisabeth Pohlmeyer

Das Berufsbild des Heilpraktikers:

Der Beruf des Heilpraktikers umfasst ein vielseitiges Tätigkeitsbild.
Der Heilpraktiker kann...


Ayurvedische Medizin oder
Bachblüten,
CranioSacral Therapie oder die
Dorn-Breuß Methode,
Ernährungsberatung oder
Focusing,
Geomantie oder
Homöopathie

...anwenden. Mit ein bisschen Nachdenken lässt sich wahrscheinlich für jeden Buchstaben des Alphabets sogar für Q...


Quantum Bodywork und
Zungendiagnose

...eine Therapieform finden, die der Heilpraktiker anwenden kann. Das macht diesen Beruf so außerordentlich interessant und abwechslungsreich.


Wissenschaftliche Medizin & Naturheilkunde:

Wissenschaftliche Medizin und Naturheilkunde haben beide ihren Ursprung in dem überlieferten Wissen alter Zeiten. Mit Entstehen der modernen, wissenschaftlichen Forschung öffneten sich neue Horizonte. Durch die naturwissenschaftlich betriebene Suche nach dem "Sitz der Krankheit im Körper des Menschen" traten die stofflich beobachtbaren Vorgänge und gleichzeitig die Konzentration auf Symptome immer stärker in den Mittelpunkt der Betrachtung. Umfangreiche Forschungen führten und führen zu einem stetig wachsenden Wissen über diese Inhalte. Inzwischen steht mehr medizinisches Wissen zur Verfügung, als je in einen einzigen Menschenkopf passen könnte. Das ist der Hintergrund für die Ausbildung von Spezialisten wie Kardiologen, Neurologen, Internisten, HNO-Ärzten usw., die jeweils ein Organ oder Organsystem besonders genau kennen und behandeln können. Bei allen Vorteilen, die dieser genaue Blick auf einzelne Teile des Menschen und deren Symptome gebracht hat, ging allerdings unmerklich der Blick auf den ganzen Menschen, vor allem auf den Zusammenhang der körperlichen mit den seelischen und geistigen Anteilen, verloren.
Auch unter den Heilpraktikern gibt es solche, die sich auf bestimmte Gebiete spezialisiert haben, die Symptom orientiert arbeiten und Symptom bezogen Medikamente oder Heilverfahren einsetzen. Diese Medikamente sind dann rein natürlich gewonnen, bzw. homöopathisch aufbereitet und nicht synthetisch hergestellt. Sie wirken in der Regel nicht so stark und nicht so schnell, wie hochpotente synthetische Substanzen. Dennoch gilt es auch hier, Risiko und Nutzen gut gegeneinander abzuwägen. Auch rein pflanzliche Medikamente sind Medikamente, die Nebenwirkungen entfalten können.


Der ganzheitliche Ansatz

Ein ganz anderer, der ganzheitliche Ansatz, geht von der Einheit von Körper, Seele und Geist und deren Selbstheilungskräften aus. Der Arzt John Upledger, Begründer der CranioSacral Therapie, sagt z.B.:
"Jede Krankheit ist Ausdruck für einen Konflikt."
und:
"Wo kein Konflikt ist, gibt es auch keine Krankheit."
Streng genommen bräuchte es dann zur Überwindung von Krankheit überhaupt keine Medikamente. Viele Heilpraktiker sehen darum ihre Aufgabe darin, zusammen mit dem Patienten den Konflikt bzw. die Ursache der Störung zu finden und zu beheben. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Störung im geistigen, seelischen oder körperlichen Anteil des Menschen liegt. Letztendlich geht es also nicht darum, Krankheitssymptome weg zu therapieren, sondern die wirkliche Ursache des Symptoms zu finden. Das kann nur gelingen, wenn der Patient (aus dem Lateinischen übersetzt: der Geduldige) mithilft und an der Überwindung der ursächlichen Störung geduldig mitarbeitet.

Dieser ganzheitliche Ansatz arbeitet mit der aktiven Hinwendung des Patienten zu seinen Selbstheilungsprozessen. Das ist u.U. ein langer Entwicklungsweg, auf dem es immer noch möglich ist, dass die Gesundheit des Patienten in akute und sogar lebensbedrohliche Krankheitssituationen gerät. In solchen Situationen wird deutlich, wie sich die Möglichkeiten der naturwissenschaftlichen Medizin und der ganzheitlichen Therapie ergänzen können und sollten.
Zwar löst die wissenschaftliche Medizin mit Akutmaßnahmen wie dem Einsatz von starken Medikamenten oder Operationen nicht das ursächliche Problem, aber sie gibt dem Patienten eine Chance, weiterzuleben. Das ist ein riesiger Fortschritt.

Bei der Betrachtung dieser beiden medizinischen Richtungen geht es also nicht darum, welche Seite "gut", "schlecht" oder "besser" ist, sondern lediglich darum, was wann sinnvoll ist. Dabei hilft die ganzheitliche Medizin, so zu leben und Konflikte so zu bewältigen, dass Akutmedizin oder jahrelange Symptombehandlung möglichst unnötig werden und Rückfälle nach akut- bzw. symptommedizinischer Behandlung vermieden werden können.


Patientenerwartungen beim Wechsel vom Arzt zum Heilpraktiker:

Viele Patienten, die vom Hausarzt zum Heilpraktiker wechseln, sind mit den Ergebnissen der wissenschaftlichen Medizin unzufrieden, sie möchten nicht auf Dauer Medikamente einnehmen und sie spüren, dass es da noch etwas Anderes geben muss. Allerdings ist dieses Spüren oft sehr unklar und kann dazu führen, dass der Patient lediglich seine Erwartungen vom Hausarzt auf den Heilpraktiker überträgt. Nun soll der Heilpraktiker mit naturheilkundlichen Mitteln seine Beschwerden wegzaubern. Lässt der Heilpraktiker sich darauf ein, arbeitet er damit, was seine Geisteshaltung anbetrifft, in der gleichen Weise wie der Arzt, dem der Patient schon den Rücken gekehrt hat. Das unklare Wissen des Patienten, dass es da noch etwas Anderes geben muss, findet auf diese Weise keine Klärung.

Aus der Grundhaltung hingegen, den Menschen als Einheit aus Körper, Seele und Geist zu verstehen, folgt konsequenter Weise ein anderes Vorgehen. Es geht darum, den Patienten auf seinem Weg zu begleiten, ihm Hilfestellung zu geben und ihn nach und nach in die Lage zu versetzen, selbst seine Selbstheilungskräfte zu mobilisieren.


Der juristische Rahmen des Berufs des Heilpraktikers:

Folgend ein Blick auf den gesetzlichen Rahmen für den Beruf des Heilpraktikers: es steht jedem Menschen frei, Heilverfahren bis zur Perfektion zu erlernen. Die "Ausübung der Heilkunde" ist nach deutscher Gesetzeslage jedoch den approbierten Ärzten und psychologischen Psychotherapeuten sowie (durch die "Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung") den Heilpraktikern vorbehalten. Die Approbation berechtigt Ärzte und Psychologen zur Abrechnung mit den Krankenkassen, Heilpraktiker können dagegen nur mit den privaten, nicht aber mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Die Ausbildung zum Heilpraktiker wird in der Regel vom Staat nicht gefördert und muss komplett privat finanziert werden. Der Hauptschulabschluss und das vollendete 25. Lebensjahr sowie körperliche und geistige Gesundheit sind die einzigen Voraussetzungen, um Heilpraktiker werden zu können. In der Heilpraktikerprüfung (die laut Gesetzestext der Feststellung dient, dass der zukünftige Heilpraktiker "keine Gefahr für die Volksgesundheit" darstellt) wird im schriftlichen Teil medizinisches und juristisches Basiswissen abgefragt und im mündlichen Teil neben der weiteren Wissensüberprüfung auch die Persönlichkeit des Heilpraktiker-Anwärters unter die Lupe genommen. Mit einer Durchfallquote von in der Regel mehr als 80 % soll sichergestellt werden, dass nur Menschen mit einem soliden medizinischen Grundwissen und einer stabilen Persönlichkeit als Heilpraktiker auf die Menschheit losgelassen werden. In den Heilpraktikerschulen, die gezielt auf die Heilpraktikerprüfung vorbereiten, werden die eigentlichen naturheilkundlichen Therapiemethoden nur am Rande gestreift. Um darin Fachwissen zu erwerben, müssen demnach zusätzlich Fortbildungen besucht werden. Auch das tiefe Verständnis für die Seelenarbeit in der Naturheilkunde muss sich der Heilpraktiker durch zusätzliche Ausbildung aneignen. Da erwiesener Maßen in der Beziehung zwischen Therapeut und Patient ein Teil der Heilkraft steckt, gehört es zu den ersten Pflichten eines ganzheitlich denkenden Heilpraktikers, nicht nur an seinem Fachwissen, sondern vor allem auch an seiner Persönlichkeit beständig zu arbeiten.


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